Seminarzeiten und Seminarinhalte am 16.04.2018

Vormittags 10.45 – 12.30 Uhr

Seminar 1 – Sabine Herrle:  Verhaltensauffälligkeiten sind Entwicklungsbotschaften

ACHTUNG! DIESES SEMINAR IST BELEGT UND NICHT MEHR BUCHBAR.

Kinder zeigen mitunter Verhaltensweisen, die wir nicht verstehen, uns dadurch umso mehr herausfordern. Gerade im Kindergarten kann dies sehr belastend sein, weil die Anforderungen an die Erzieherinnen von allen Seiten wachsen.

In diesem Workshop wird mit Filmclips beispielhaft gezeigt, wie die Verhaltensauffälligkeiten als Entwicklungsbotschaften verstanden werden können und wie eine konkrete Unterstützung für das Kind gegeben werden kann.

Filmbeispiele aus dem Kindergarten, der Heilpädagogik, Ergotherapie, der Pflegefamilie, usw. zeigen die Wirksamkeit auf der Ebene der Kommunikation und Interaktion auf.

Seminar 2 – Ursula Lävemann: Eingewöhnung in die Krippe mit Marte Meo unterstützen

Die Eingewöhnung in einer Kindertagesstätte ist eine sensible Zeit für Eltern und Kinder. In der Krippe ist es besonders wichtig, auf die Bedürfnisse der Kinder und der Eltern einzugehen. Der Ablöseprozess fällt oft in eine Entwicklungsphase, in der die Kinder „fremdeln“. Hier gilt es darauf zu achten, die Kinder (und Eltern) feinfühlig zu begleiten, um damit neue Bindungen zu ermöglichen. Marte Meo betrachtet immer die förderliche Interaktion zwischen Menschen. Die Marte Meo Basiselemente können den Übergang von der Familie in die Kinderkrippe positiv unterstützen. An einem Fallbeispiel konkret gezeigt, wie Marte Meo die bereits entwickelten Fähigkeiten eines Kindes erkennt und in die pädagogische Arbeit mit einbezieht.

Nachmittags 13.40 – 15.30 Uhr

Seminar 3 – Ingo Droll: Das emotionale Band zwischen dem Kind und seiner engen Bezugsperson

Feinfühlige Bindungspersonen wenden die Marte Meo Basiselemente einer gelingenden Kommunikation intuitiv an und werden so zur „sicheren Basis“ und zu einem schutzbietenden „Hafen“. Das Kind fühlt sich geborgen und zur Erkundung aus eigener Kraft ermutigt. Die Fähigkeiten zur Kontaktaufnahme, Kooperation und Gefühlsregulation werden entwickelt. Ohne sicheres Bindungsangebot seitens der engen Bezugsperson treten Verhaltenssymptome einer Bindungsbeeinträchtigung bzw. Bindungsstörung auf. Im Zusammenleben entsteht ein Teufelskreis, wenn die Erwachsenen im unsicheren bzw. desorganisierten Bindungsverhalten des Kindes nicht die „Botschaft hinter dem Verhalten“ (ungestilltes Bindungsbedürfnis) erkennen, sondern sich stattdessen herausgefordert fühlen. In diesem Seminar wird nach einer kurzen Darstellung der Bindungstheorie mit Filmen aus der Praxis gezeigt, wie Kinder ihre Bindungsbedürfnisse auf der Verhaltensebene ausdrücken und wie (Pflege-)Eltern ihre Kinder in der Entwicklung einer sicheren Bindung unterstützen können.

Seminar 4 – Charlotte Strobl: Die Marte Meo Basiselemente in der Spieltherapie und der Spielbegleitung

Sowohl in der nondirektiven Spieltherapie, als auch in anderen kinder- und jugendtherapeutischen Kontexten spielen die Basiselemente der Kommunikation nach Marte Meo eine große Rolle: Das „gute Gesicht“ ist ganz grundlegend für den Aufbau einer guten therapeutischen Beziehung. Das Benennen kennen wir z. B. aus der nondirektiven Spieltherapie. Auch für die Spielbegleitung in Kindergruppen gilt es auf die Basiselemente zu achten, besonders in Bezug auf das Verbinden der Kinder miteinander.

Anhand von Videoclips aus der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird die Bedeutsamkeit der Marte Meo Elemente für alle therapeutischen Kontexte veranschaulicht.